Tag-und-Nachtgleiche
Noch ist es oft noch sommerlich warm - und trotzdem, der Herbst liegt eindeutig in der Luft.
Ist ja auch nicht verwunderlich, denn schon ist die Tagundnachtgleiche hier; die Sonne geht später auf und gleichzeitig früher unter. Wir können das bedauern oder uns freuen, dass es würzig riecht, die Äpfel, Birnen und Nüsse reif werden, Beeren und Blätter im Garten und Wald leuchten. Je nach dem, werden wir uns eingeengt und bedrückt fühlen - oder offen und freudig, mit strahlenden Augen - es liegt an uns.
Das bringt mich auch zum Thema Erwartungen und Angst. Anlässlich des 10-jährigen Gedenktages von ,nine-eleven‘ vor gut einer Woche hat Rudolph Giuliani, der zu dieser Zeit Bürgermeister von NYC war, gesagt: die Sicherheit der USA erfordere eine langfristige Stationierung von Truppen in Teilen der Welt, in denen Angriffe gegen die USA geplant und organisiert werden.
Na, hat er denn noch gar nichts gelernt? Offenbar nicht! Schade; denn dann wüsste er, dass das worauf man sein Augenmerk legt und was man befürchtet, allermeistens eintritt.
Gleichzeitig mit dem Zitat von Giuliani las ich ein Zitat, das mir sehr gut dazu zu passen scheint. „Erwartungen sind die Termiten der Beziehungen.“ Atmen Sie mal tief ein und aus. Nochmals: „Erwartungen sind die Termiten der Beziehungen.“ Wir kennen diesen Gedanken als: „so wie man in den Wald ruft, tönt es zurück“.
Wenn ein Land erwartet, attackiert zu werden, wird es auch attakiert - das besagt das Gesetz der Resonanz. Wir müssen aber gar nicht so weit gehen, wir können dies in unseren eigenen Leben nachprüfen. Wenn ich erwarte, dass jemand sowieso immer zu spät kommt, XY immer sein Dinge herumliegen lässt, in ,diesem‘ Geschäft sind die Verkäuferinnen immer so unfreundlich, dann werde ich das auch so erleben. Dieses Gesetz der Resonanz gilt natürlich gerade so auf die positiven Erwartungen - und wir können das für uns nutzen.
Hat es in Ihrem Leben einen Menschen, der ,immer dies tut‘? Mit sich aufregen, werden wir ihn bestimmt nicht ändern, eher das Gegenteil bewirken. Was wir allerdings in der Hand haben ist unsere Reaktion. Möchten Sie nicht gerne, sich weniger über sein ,Benehmen‘ aufregen, es nicht mehr so persönlich nehmen? Gäbe das nicht mehr inneren Frieden und angenehme Gemeinsamkeit? Bereit?
Gut, dann holen Sie sich ein Glas Wasser um während oder nach dem Klopfen zu trinken, da Energiearbeit durch Wasser gefördert wird.
Setzen Sie sich bequem hin und atmen ein paar Mal tief und langsam ein und aus. Wenn Sie sich das unangenehme Benehmen vergegenwärtigen, wo im Körper spüren Sie es? Legen Sie ganz leicht die Hand drauf. Und was für ein Gefühl löst es bei Ihnen aus? Z.B traurig, wütend, hilflos, frustriert.
Besonders effizient ist es, wenn Sie sich eine ganz bestimmte Situation mit diesem für Sie unangenehmen oder inakzeptablen Benehmen erlebt haben, vorstellen. Wie stark, auf einer Skala von 0 (neutral) bis 10 (sehr starkes Gefühl) ist dieses Gefühl jetzt? Merken Sie sich diese Zahl.
Eine solche Klopf-Sequenz könnte sein:
HK: (Handkante) Obwohl ich so (Gefühl) bin, wenn XYZ ,das‘ tut, akzeptiere ich mich voll und ganz, so wie ich bin.
Auch wenn ich so (Gefühl) bin, wenn XYZ ,dies‘ tut, akzeptiere im mich so wie ich bin, mit Freundlichkeit und Mitgefühl.
Obwohl ich so (Gefühl) bin, wenn XYZ ,das‘ tut, akzeptiere ich mich voll und ganz, mit all diesen Gefühlen.
AB: dieses ...... (Gefühl)
SA: er/sie macht mich so ..... (Gefühl)
UA: dabei weiss er/sie, das ich es nicht mag, wenn er/sie .........
UN: ich bin so...........
KI: ich fühle mich so hilflos
SB: und wütend, dass er/sie sich nicht mir zu Liebe ändert!
LB: das ist einfach nicht recht
UA: ich bin so..... (Gefühl)
KP: dieses ..... (Gefühl)
Und noch eine Runde:
AB: warum sollte ich mich ändern?
SA: er/sie tut doch etwas, das nicht in Ordnung ist
UA: er/sie soll sich ändern
UN: aber mich plagt mein ..........
KI: dieses unangenehme ..............
SB: dieses Gefühl......
LB: dieses Gefühl......
UA: dieses Gefühl......
KP: dieses Gefühl......
Tief einatmen, die Luft etwas anhalten, und tief und genüsslich ausatmen.
Spüren Sie nach. Wie hat sich Ihr ursprüngliches Gefühl verändert? Auf der Skala von 0-10, wie hoch ist es jetzt? Was haben Sie für Erkenntnisse, Einsichten erhalten? Wenn das unangenehme Gefühl ganz auf Null gesunken ist, dann herzliche Gratulation. Feiern Sie.
Wenn nicht, dann klopfen wir weiter:
HK: Obwohl ich immer noch (Gefühl) bin, akzeptiere ich mich voll und ganz, so wie ich bin.
Auch wenn ich immer noch (Gefühl) bin, wenn XYZ ,dies‘ tut, erlaube ich es mir, ruhig und gelassen zu bleiben.
Obwohl ich immer noch ein bisschen (Gefühl) bin, wenn XYZ ,das‘ tut, erlaube ich mir, ihn/sie so zu lassen wie er/sie ist.
AB: er ist wie er ist
SA: sein Benehmen ist sein Benehmen
UA: er/sie wird sich nicht ändern - das ist ja seine Verantwortung
UN: und muss ja auch nicht
KI: ich bin ruhig und gelassen
SB: ich bin ja auch nicht perfekt .......
LB: aber auf jeden Fall erlaube ich mir ruhig und gelassen zu sein
UA: ganz egal was er tut
KP: ich ruhe gelassen in mir und freue mich des Lebens
Nehmen Sie einen tiefen Atemzug, atmen langsam aus und erlauben sich noch ein paar Minuten des Stillseins des gelassen in sich Ruhens.
Ich wünsche allen einen fulminanten Herbst
Christina Hurst-Prager
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Und last but not least: ich schreibe eine Buch über Geburt, Stillen und Nachhaltigkeit.
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